Guinea-Bissau Reiseinformationsseite 2026
Umfassende Reiseinformationen, Tipps und praktische Hinweise für Ihre Guinea-Bissau-Reise
Guinea-Bissau in Kürze
Hauptstadt
Bissau
Amtssprache
Portugiesisch
Verkehrssprache
Kreolisch, Französisch
Währung
CFA-Franc (XOF)
Wechselkurs (fix)
1 EUR = 655,957 XOF
Zeitzone
UTC±0 (wie London)
Bevölkerung
~2,1 Millionen
Strom
220V / 50Hz, Steckertyp C, E
DRINGENDE SICHERHEITSHINWEISE - AKTUELLE LAGE 2026
Stand: 22. Februar 2026
Die Sicherheitslage in Guinea-Bissau ist angespannt und regional sehr unterschiedlich. Vor Reiseantritt ist die Konsultation der aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amts, des BMEIA oder des EDA unbedingt erforderlich. Auswärtiges Amt Guinea-Bissau BMEIA Guinea-Bissau
AKTUELLE POLITISCHE LAGE - PUTSCH
- 26. November 2025: Das Militär hat die Macht übernommen, den amtierenden Staatspräsidenten Embaló abgesetzt und die verfassungsmäßige Ordnung außer Kraft gesetzt. Die Lage im Land ist derzeit noch unübersichtlich. BMEIA
- Transitionsphase: Guinea-Bissau befindet sich in einer Transitionsphase. Die Militärführung hat angekündigt, nach Ablauf eines Jahres Neuwahlen durchführen zu wollen. Auswärtiges Amt
- Aktuelle Lage: Die Sicherheitslage ist derzeit ruhig und stabil, kurzfristige Verschlechterungen können allerdings nicht ausgeschlossen werden. Es kann jederzeit erneut zur Verhängung von Ausgangssperren und weiteren Einschränkungen kommen. Auswärtiges Amt
- Regionale Spannungen: Die politische Lage bleibt fragil. Meiden Sie die Umgebung des Präsidentenpalastes in Bissau, Militäreinrichtungen und Menschenansammlungen. BMEIA
REGIONALE REISEWARNUNGEN - HOHES SICHERHEITSRISIKO
Sicherheitsstufe 3: Von nicht notwendigen Reisen nach Guinea-Bissau wird abgeraten. BMEIA
- Grenzgebiet zu Senegal (Casamance): Die Region an der Grenze zur senegalesischen Casamance wurde in der Vergangenheit von Aktivitäten bewaffneter Gruppen und vereinzelten Auseinandersetzungen heimgesucht. Auch heute noch ist die Sicherheitslage in bestimmten Grenzabschnitten angespannt, mit möglichen gewalttätigen Zwischenfällen und der anhaltenden Präsenz von Minenfeldern, die manchmal nicht ausreichend gekennzeichnet sind. EDA
- Küstengebiete & Bijagos-Inseln: Organisierte Kriminalität, insbesondere illegaler Drogenhandel, ist in Guinea-Bissau weit verbreitet. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln. Auswärtiges Amt BMEIA
- Minenfelder: Nach Aussagen der Vereinten Nationen ist Guinea-Bissau von Anti-Personen-Minen weitgehend geräumt. Dennoch kann in entlegenen Landesteilen (insbesondere nördliche Grenzregion zur Casamance/Senegal) eine Minengefahr nicht ausgeschlossen werden. Diese sind nicht immer zugänglich oder klar gekennzeichnet. Es wird empfohlen, die Hauptverkehrsstraßen nicht zu verlassen und sich bei den Sicherheitsbehörden und/oder der Bevölkerung zu informieren. Auswärtiges Amt EDA
TERRORISMUS
- Guinea-Bissau blieb bislang von terroristischen Anschlägen verschont. Angesichts der unsicheren Lage in anderen Regionen Westafrikas kann aber auch für Guinea-Bissau ein "Spill-Over"-Effekt bzw. ein Anschlagspotential gegenüber westlichen Einrichtungen und Staatsangehörigen nicht ausgeschlossen werden. Auswärtiges Amt BMEIA
- In der gesamten Sahelregion besteht seit Jahren eine islamistische terroristische Bedrohung. Auswärtiges Amt
KRIMINALITÄT
- Hauptstadt Bissau: Die Kriminalitätsrate ist insbesondere in der Hauptstadt Bissau und in von Touristen besuchten Gegenden hoch. Es kommt zu Straßenkriminalität wie Taschendiebstahl, Handtaschenraub und Autoaufbruch. Seltener sind Raubüberfälle und Einbrüche. Auswärtiges Amt
- Landesinnere: Im Rest des Landes ist die Kriminalitätsrate deutlich niedriger. Auswärtiges Amt
- Überfälle: Wegen hoher Gewaltbereitschaft und Bewaffnung sollte bei Überfällen kein Widerstand geleistet werden. BMEIA
- Nächtliche Ausgänge: Nach Einbruch der Dunkelheit sollten keine Ausgänge unternommen und abgelegene und nicht befestigte Straßen gemieden werden. Taxis gelten als nicht sicher. BMEIA
DEMONSTRATIONEN & SOZIALE UNRUHEN
Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Aufgrund des Anstiegs der Lebenshaltungskosten und deren sozialen Auswirkungen kann es jederzeit zu Demonstrationen kommen. Bei Demonstrationen und Streiks ist mit Ausschreitungen und Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften zu rechnen. Auswärtiges Amt EDA
NATURGEFAHREN
- Regenzeit: Während der Regenzeit (Ende Mai bis Anfang November) treten heftige Monsunstürme mit starken Niederschlägen auf. In der Folge kann es zu Überschwemmungen von Flüssen und in Küstennähe kommen. Straßen und Brücken können dann unpassierbar werden. Auch Häuser können einstürzen und Bäume oder Stromleitungen umkippen. Auswärtiges Amt EDA
- Trockenzeit: Besonders gegen Ende der Trockenzeit (März-April) kommt es im Landesinneren immer wieder zu Wald- und Buschbränden, die sich schnell ausbreiten können und weit umfahren werden sollten. Auswärtiges Amt
Einreisebestimmungen & Dokumente
Visumpflicht: Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige besteht Visumpflicht. Auswärtiges Amt BMEIA
Reisepass
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate über das Reisedatum hinaus gültig sein und sollte mindestens zwei freie Seiten für Einreise- und Ausreisestempel haben. Auswärtiges Amt
Visum bei Einreise (Visa on Arrival)
Es besteht die Möglichkeit, ein Visum bei Einreise am Flughafen Bissau zu erhalten. Auswärtiges Amt
- Kosten: 80 EUR für 30 Tage. Auswärtiges Amt
- Voraussetzungen: Rückflugticket, Nachweis ausreichender Geldmittel, Gelbfieberimpfnachweis.
- Wichtig: Ein Visum an der Landgrenze ist nicht erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten, wenn möglich, vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel beantragt werden. Auswärtiges Amt
- Botschaftskontakt: Hinsichtlich der Möglichkeit eines Visums bei Einreise am Flughafen Bissau und den dafür erforderlichen Dokumenten nehmen Sie bitte vorab Kontakt mit der Botschaft der Republik Guinea-Bissau auf. BMEIA
Nachweise bei Einreise
- Rück- oder Weiterflugticket: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. BMEIA
- Ausreichende Geldmittel: Für die Dauer des Aufenthalts müssen ausreichende finanzielle Mittel nachgewiesen werden können. BMEIA
- Gelbfieberimpfung: Nachweis einer Gelbfieber-Impfung wird verlangt. BMEIA
Minderjährige
Für Minderjährige (bis 18 Jahre), die ohne Begleitung der gesetzlichen Vertreter oder mit nur einem gesetzlichen Vertreter verreisen, wird eine notariell beglaubigte Einverständniserklärung benötigt. Dieser Vollmacht sollte eine Kopie der Geburtsurkunde sowie Kopien der Reisepässe der gesetzlichen Vertreter beigefügt sein. Bei unterschiedlichen Nachnamen empfiehlt sich die Mitnahme der Heiratsurkunde. Besonders am Flughafen kann es zu Problemen kommen, wenn keine Reiseerlaubnis vorliegt. Auswärtiges Amt BMEIA
Haustiere
Bei der Einfuhr von Haustieren muss der internationale Impfpass mitgeführt werden. Es gibt keine Beschränkung oder Klassifizierung von Listenhunden. Tiere ohne gültigen Impfpass werden in einer Quarantänestation im Veterinäramt untergebracht, die nur minimale Standards erfüllt. Auswärtiges Amt
Zollbestimmungen - Ein- und Ausfuhr
- Fremd- und Landeswährung: Die Ein- und Ausfuhr ist bis zu einem Wert von 2.000.000 XOF möglich. Auswärtiges Amt
Impfungen & Gesundheitshinweise
Gelbfieber - PFLICHT! Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen ab dem Alter von 12 Monaten zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll. Der Nachweis muss im Internationalen Impfpass dokumentiert sein. Auswärtiges Amt
Empfohlene Impfungen für alle Reisende
Ein Arztbesuch 4-6 Wochen vor Reiseantritt wird empfohlen. Die Standardimpfungen sollten aufgefrischt sein. BMEIA
- Hepatitis A (für alle Reisende empfohlen)
- Hepatitis B (bei längerem Aufenthalt oder Risikokontakt)
- Typhus (bei einfachen hygienischen Verhältnissen)
- Tetanus-Diphtherie-Polio (Auffrischung alle 10 Jahre)
- Masern-Mumps-Röteln (MMR) (für nach 1970 Geborene)
Malaria & Mückenschutz
Ganzjährig hohes Malariarisiko in ganz Guinea-Bissau. Wir empfehlen konsequenten Mückenschutz von der Abend- bis zur Morgendämmerung in Kombination mit der Einnahme von Malaria-Tabletten (Chemoprophylaxe). BMEIA
Schutzmaßnahmen:
- Körperbedeckende helle Kleidung (lange Hosen, lange Ärmel) in den Abend- und Nachtstunden
- Mückenschutzmittel mit DEET oder Icaridin auf alle freien Hautstellen wiederholt auftragen
- Unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen
- Chemoprophylaxe (Malaria-Tabletten) nach ärztlicher Beratung
Weitere Gesundheitsrisiken
- Dengue, Chikungunya, Zika: Werden durch tagaktive Mücken übertragen – Mückenschutz auch tagsüber essentiell.
- Schistosomiasis (Bilharziose): Vermeiden Sie Kontakt mit Süßwasser (stehende und fließende Gewässer).
- HIV/AIDS: Die HIV-Rate ist hoch. Treffen Sie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.
- Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene: Trinken Sie nur abgepacktes oder abgekochtes Wasser. Vermeiden Sie rohe oder nicht durchgegarte Lebensmittel.
Medizinische Versorgung
Eine medizinische Grundversorgung nach europäischem Standard ist nicht gewährleistet. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden. Schwere Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Senegal oder Europa) behandelt werden. Krankenhäuser verlangen eine Vorauszahlung (in bar) vor Behandlungsbeginn. BMEIA EDA
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich/Deutschland/Schweiz. Die Kosten einer allfälligen Krankenhausbehandlung können erheblich sein. Der Abschluss einer alle Risiken abdeckenden Reiseversicherung mit Rückholoption wird vor Reiseantritt dringend empfohlen. BMEIA
Reiseapotheke & Hygiene
- Reiseapotheke: Die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. BMEIA
- Verschreibungspflichtige Medikamente: Ausreichenden Vorrat und einen Nachweis über die ärztliche Verschreibung mitnehmen. BMEIA
- Wasser- und Stromversorgung: Eine regelmäßige Wasserversorgung ist nicht garantiert. Es kommt manchmal zu mehrtägigen Engpässen in der Stromversorgung. Auswärtiges Amt
Hepatitis-B-Studie
In Guinea-Bissau wird aktuell eine kontroverse, von der US-Regierung finanzierte Studie zur Hepatitis-B-Impfung durchgeführt. Der Gesundheitsminister hat die Studie im Januar 2026 vorübergehend ausgesetzt, um sie zu überprüfen. NPR
Geld & Finanzen
Währung
Die Landeswährung ist der CFA-Franc (XOF). Der Wechselkurs ist fest an den Euro gekoppelt: 1 EUR = 655,957 XOF.
Zahlungsverkehr & Kreditkarten
- Bargeld: Die Mitnahme von Bargeld in Euro oder US-Dollar wird dringend empfohlen. BMEIA
- Kreditkarten: Kreditkarten (z.B. Visa) werden nur in größeren Hotels akzeptiert. Mastercard wird nicht akzeptiert. Auswärtiges Amt BMEIA
- Geldautomaten (ATMs): Geldautomaten sind in der Hauptstadt Bissau möglicherweise vorhanden, aber unzuverlässig. Außerhalb der Hauptstadt kaum verfügbar.
- Travellerschecks: Werden von Banken eingelöst. BMEIA
Zollbestimmungen - Ein- und Ausfuhr
- Fremd- und Landeswährung: Die Ein- und Ausfuhr ist bis zu einem Wert von 2.000.000 XOF möglich. Auswärtiges Amt
Gesetze, Zoll & kulturelle Besonderheiten
Strafrechtliche Bestimmungen
- Drogen: Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, einschließlich des Besitzes kleinster Mengen jeglicher Drogen, werden mit schweren Gefängnisstrafen geahndet. EDA
- Homosexualität (LGBTIQ): Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind in Guinea-Bissau nicht gesetzlich verboten. Übergriffe gegenüber Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung sind nicht bekannt. Auswärtiges Amt Homosexuelle Handlungen sind jedoch illegal. BMEIA
- Schutzalter: Das Schutzalter für sexuelle Handlungen kann gegenüber den in Europa geltenden Bestimmungen höher sein oder sogar über dem Erwachsenenalter von 18 Jahren liegen. BMEIA
- Haftbedingungen: Die Haftbedingungen sind prekär. EDA
Fotografierverbote
Militärische Objekte, Soldaten und Polizisten dürfen nicht fotografiert werden. In der Hauptstadt darf auch der Präsidentenpalast und der Hafen als militärisches Sperrgebiet nicht fotografiert werden. Bei Verstößen werden oftmals Kameras oder Handys beschlagnahmt. Auswärtiges Amt BMEIA EDA
Kulturelle Besonderheiten & Verhalten
- Ausweispflicht: Tragen Sie immer Ihren Reisepass oder Ihre Aufenthaltsgenehmigung bei sich, um Ihre Identität bei häufigen Personenkontrollen nachweisen zu können. EDA
- Kleidung: In ländlichen Gebieten und bei Besuchen von Dörfern konservative Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) tragen.
- Begrüßung: Die Bevölkerung ist bekannt für ihre Gastfreundschaft. Ein freundliches "Bonjour" (Französisch) oder "Como está?" (Portugiesisch) ist ein guter Start.
Sprache & Kommunikation
Landessprache
Amtssprache ist Portugiesisch. Die meisten Einheimischen sprechen jedoch Kreolisch (Crioulo). Französisch wird als Handelssprache verwendet. BMEIA
Grundlegende Floskeln (Portugiesisch)
| Deutsch | Portugiesisch | Aussprache (ca.) |
|---|---|---|
| Hallo / Guten Tag | Olá / Bom dia | O-la / Bom di-a |
| Guten Abend | Boa tarde / Boa noite | Bo-a tar-de / Bo-a noi-te |
| Danke | Obrigado (m) / Obrigada (f) | O-bri-ga-do / O-bri-ga-da |
| Ja / Nein | Sim / Não | Sing / Nao |
| Bitte (höflich) | Por favor | Por fa-vor |
| Entschuldigung | Com licença / Desculpe | Kom li-sen-sa / Des-kul-pe |
| Wie viel kostet das? | Quanto custa? | Kuan-to kus-ta? |
| Auf Wiedersehen | Adeus / Até logo | A-de-us / A-te lo-go |
Klima & Reisezeit
Beste Reisezeit: Die beste Reisezeit für Guinea-Bissau sind die Monate Januar, Februar und März. In dieser Zeit herrschen optimale Wetterbedingungen für Tourismus und Outdoor-Aktivitäten. Météo Horizon
Klimaübersicht
Guinea-Bissau hat tropisches Klima mit zwei Hauptjahreszeiten: Auswärtiges Amt BMEIA
- Trockenzeit (November - April): Die beste Reisezeit mit geringer Luftfeuchtigkeit, viel Sonne und kaum Niederschlag. Besonders Januar bis März sind ideal.
- Regenzeit (Mai - Oktober): Heftige Monsunstürme mit starken Niederschlägen, Überschwemmungen und unpassierbaren Straßen. Juli bis September sind die regenreichsten Monate (bis 700 mm).
Klimatabelle (Bissau)
| Monat | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. °C | 33 | 34 | 33 | 33 | 32 | 31 | 28 | 28 | 28 | 30 | 32 | 32 |
| Min. °C | 20 | 21 | 21 | 23 | 24 | 25 | 25 | 24 | 24 | 25 | 23 | 21 |
| Sonnenstd. | 8 | 8 | 9 | 9 | 8 | 7 | 6 | 5 | 6 | 7 | 8 | 8 |
| Regen mm | 0 | 0 | 0 | 5 | 14 | 112 | 510 | 702 | 505 | 207 | 1 | 1 |
| Regentage | 0 | 0 | 0 | 2 | 3 | 19 | 31 | 30 | 30 | 26 | 0 | 1 |
Quelle: Météo Horizon, Weather2Travel
Angemessene Kleidung
Trockenzeit (November-Mai): Leichte, helle Kleidung aus Naturfasern (Baumwolle, Leinen). Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor) ist unerlässlich.
Regenzeit (Juni-Oktober): Leichte, schnell trocknende Kleidung, wasserdichte Jacke und Regenschirm. Feste Schuhe für mögliche Überschwemmungsgebiete.
Kulturell: In ländlichen Gebieten und bei Besuchen von Dörfern konservative Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) tragen.
Feiertage & Veranstaltungen
Wichtig: Die islamischen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und verschieben sich jährlich um etwa 10-12 Tage.
| Feiertag | Datum 2026 (ca.) | Bemerkung |
|---|---|---|
| Neujahr | 1. Januar | Gesetzlicher Feiertag |
| Tag der Arbeit | 1. Mai | Gesetzlicher Feiertag |
| Eid al-Fitr (Zuckerfest) | variabel (ca. März/April) | Ende des Ramadan |
| Eid al-Adha (Opferfest) | variabel (ca. Mai/Juni) | Islamisches Opferfest |
| Unabhängigkeitstag | 24. September | Unabhängigkeit von Portugal 1973 |
| Gedenktag für die Gefallenen des Vaterlandes | 3. August | Gedenken an die Opfer des Unabhängigkeitskampfes |
| Tag der Helden | 20. Januar | Gedenken an Amílcar Cabral, Nationalheld |
| Weihnachten | 25. Dezember | Christlicher Feiertag |
Transport & Anreise
Anreise
Der wichtigste internationale Flughafen ist der Flughafen Bissau (OXB). Es gibt Verbindungen mit TAP Air Portugal (Lissabon), Royal Air Maroc (Casablanca), ASKY Airlines (über verschiedene westafrikanische Städte) und Senegal Airlines (Dakar).
Lokale Transportmittel
- Taxis und Kleinbusse (Buschtaxis): In der Hauptstadt stehen Taxis für lokale Fahrten und Kleinbusse für Überlandfahrten zur Verfügung. Die Fahrzeuge sind jedoch oft in schlechtem Zustand. Auswärtiges Amt BMEIA
- Taxis gelten als nicht sicher. BMEIA
- Grenzübergänge: Es kann vorkommen, dass Grenzübergänge vorübergehend kurzfristig geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden oder direkt an den Grenzposten. EDA
Auto & Straßenverkehr
- Internationaler Führerschein: Erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gültig. Auswärtiges Amt BMEIA
- Haftpflichtversicherung: An der Grenze muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Ein Carnet de Passage ist ebenfalls mitzuführen. BMEIA
- Straßenzustand: Die Infrastruktur, insbesondere das Straßensystem in der Hauptstadt ist insgesamt wenig entwickelt. Die zahlreichen Wege und nicht befestigten Landstraßen im Landesinneren sind insbesondere in der Regenzeit von Mai bis November nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Auswärtiges Amt
- Nachtfahrten: Nächtliche Autofahrten sollten wegen des schlechten Straßenzustandes und des erhöhten Unfallrisikos gänzlich unterbleiben. BMEIA EDA
- Verkehrskontrollen (NEU ab Februar 2026): Seit Anfang Februar 2026 muss mit verstärkten Verkehrskontrollen gerechnet werden. Die Polizei geht vermehrt gegen „nicht-verkehrstüchtige“ Fahrzeuge vor. Auch vermeintlich kleinere Verstöße (z.B. abgelaufener oder fehlender Verbandskasten / Feuerlöscher, fehlende Warndreiecke, ausgefallene Blinklichter, fehlende Papiere) können zu hohen Bußgeldern und zur unmittelbaren Beschlagnahme des Fahrzeugs führen. Beschlagnahmte Fahrzeuge sollen öffentlich versteigert werden, wenn die Geldstrafe nicht zeitnah beglichen wird. Auswärtiges Amt
- Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen: In der Hauptstadt werden Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen häufiger von der Polizei angehalten. Auswärtiges Amt
Touristische Infrastruktur
Das touristische Potential, insbesondere der Bijagos-Inseln, wird aufgrund eingeschränkter Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit des Fährverkehrs kaum genutzt. Die Strukturen für Touristen (Unterkunft, Restaurants) sind selten und meist sehr einfach. Auswärtiges Amt EDA
Notfallinformationen
Allgemeine Notrufnummern:
Polizei: 117
Rettungsdienst / Ambulanz: Keine landesweit einheitliche Nummer. Im Notfall lokale Kontakte nutzen.
Feuerwehr: 118
Botschaften/Konsulate
Vertretungen deutschsprachiger Länder für Guinea-Bissau
- Deutschland: In Guinea-Bissau gibt es keine deutsche Botschaft. Zuständig ist die Deutsche Botschaft in Dakar/Senegal. Deutsche Staatsangehörige können sich in einem Notfall an das Verbindungsbüro in Bissau wenden. Auswärtiges Amt
- Österreich: Zuständig ist die Österreichische Botschaft in Dakar (Senegal). Die österreichische Botschaft kann konsularische Hilfestellung nur in sehr eingeschränktem Umfang leisten. BMEIA
- Schweiz: Zuständig ist die Schweizer Botschaft in Dakar (Senegal). EDA
- Österreichisches Honorarkonsulat in Bissau: Belela, secteur administratif de Safim, Guinea-Bissau. Parteienverkehr nach tel. Vereinbarung oder per Mail. BMEIA
Vertretungen Guinea-Bissaus in Europa
- Botschaft der Republik Guinea-Bissau in Brüssel: Zuständig für Visaangelegenheiten. Auswärtiges Amt
Städte & Regionen
Bissau
Die Hauptstadt am Ufer des Flusses Geba. Sehenswert: Der lebhafte Mercado Central, die Festung Fortaleza d'Amura mit dem Grab von Amílcar Cabral, das National Ethnographic Museum, die Präsidentenpalast-Ruine.
Sicherheitshinweis: Hohe Kriminalitätsrate. Vorsicht vor Taschendiebstahl und Handtaschenraub. Nachts keine Ausgänge. Präsidentenpalast und Hafen als militärisches Sperrgebiet nicht fotografieren. Auswärtiges Amt BMEIA
Bijagos-Archipel
Ein Archipel aus etwa 88 Inseln vor der Küste, von denen nur etwa 20 bewohnt sind. UNESCO-Biosphärenreservat mit einzigartiger Tierwelt (Meeresschildkröten, Nilpferde, Delfine) und unberührten Stränden. Wichtige Inseln: Bubaque, Bolama, Caravela.
Sicherheitshinweis: Betroffen von organisiertem Drogenhandel. Die touristische Infrastruktur ist eingeschränkt, Fährverkehr unsicher. Vorsicht vor Minen in der nördlichen Grenzregion. Auswärtiges Amt EDA
Grenzgebiet zu Senegal (Casamance)
ERHÖHTES SICHERHEITSRISIKO! Die nördliche Grenzregion zur senegalesischen Casamance ist von bewaffneten Gruppen, möglichen gewalttätigen Zwischenfällen und der anhaltenden Präsenz von nicht gekennzeichneten Minenfeldern betroffen. Reisen nur auf asphaltierten Hauptstraßen, tagsüber. EDA
Cacheu-Region
Historische Stadt Cacheu mit portugiesischer Festung und ehemaligem Sklavenhandelsposten. Der Cacheu-Fluss und die Mangrovenwälder sind ein wichtiges Feuchtgebiet.
Sicherheitshinweis: Minengefahr nicht ausgeschlossen, auf Hauptstraßen bleiben.
Bolama
Ehemalige Hauptstadt Portugiesisch-Guineas auf der gleichnamigen Insel. Verlassene Kolonialgebäude aus dem 19. Jahrhundert – eine Geisterstadt mit historischem Flair.
Orango-Insel
Teil des Bijagos-Archipels, bekannt für die seltenen Salzwasser-Nilpferde und den Orango-Nationalpark.
Bafatá
Geburtsstadt des Nationalhelden Amílcar Cabral. Kolonialarchitektur und lebhafter Markt.
Cantanhez-Wald
Nationalpark im Süden des Landes, einer der größten Regenwälder Westafrikas mit Schimpansen, Elefanten und vielen Vogelarten.
Sicherheitshinweis: Abgelegene Region, Minengefahr nicht ausgeschlossen. Reisen nur mit erfahrenem Führer.
Touristische Highlights & "Must-Sees"
- Bijagos-Archipel: Unberührte Traumstrände, Salzwasser-Nilpferde, Meeresschildkröten und eine einzigartige Kultur. UNESCO-Biosphärenreservat.
- Fortaleza d'Amura (Bissau): Festung aus dem 19. Jahrhundert, in der das Grab von Amílcar Cabral, dem Nationalhelden, liegt.
- Orango-Nationalpark: Beobachtung der seltenen Salzwasser-Nilpferde, Bootsfahrten durch die Mangroven.
- Cantanhez-Wald: Tropischer Regenwald mit Schimpansen, Elefanten und einer reichen Vogelwelt – eines der wichtigsten Biodiversitätsgebiete Westafrikas.
- Bolama: Ehemalige Hauptstadt mit verlassener portugiesischer Kolonialarchitektur – eine faszinierende Geisterstadt.
- Cacheu-Fluss und Mangroven: Bootsfahrten durch die Mangrovenwälder, Besuch der historischen Festung.
- Varela-Küste: Abgelegene Strände nahe der senegalesischen Grenze.
- Markt von Bissau (Mercado Central): Buntes Treiben, tropische Früchte, Gewürze und lokales Kunsthandwerk.
- Vogelsafari im Rio Cacheu: Eines der wichtigsten Feuchtgebiete Westafrikas für Zugvögel.
Nationalparks & Natur
- Orango-Nationalpark: Im Bijagos-Archipel, Heimat der berühmten Salzwasser-Nilpferde, Meeresschildkröten, Delfinen und Seekühen.
- Cantanhez-Wald-Nationalpark: Tropischer Regenwald im Süden, mit Schimpansen, Elefanten, Büffeln und vielen Vogelarten.
- Cacheu-Fluss-Nationalpark: Bedeutendes Feuchtgebiet mit Mangrovenwäldern, wichtiges Rückzugsgebiet für Wasservögel und Fische.
- João-Vieira-Poilão-Marinenationalpark: Schutzgebiet im Bijagos-Archipel, wichtiger Nistplatz für Meeresschildkröten.
Museen & Kultur
- National Ethnographic Museum (Bissau): Traditionelle Masken, Skulpturen, Musikinstrumente und Artefakte der verschiedenen Ethnien Guinea-Bissaus.
- Amílcar-Cabral-Mausoleum (Bissau): In der Fortaleza d'Amura gelegen, Gedenkstätte für den Nationalhelden.
- Cacheu Historisches Museum: In der alten Festung, Dokumentation der Geschichte des Sklavenhandels.
- Bolama Kolonialarchitektur: Freilichtmuseum verlassener portugiesischer Regierungsgebäude.
Lokale Speisen & Getränke
Essenstipp: Die Küche Guinea-Bissaus ist eine Mischung aus westafrikanischen und portugiesischen Einflüssen. Reis, Fisch, Meeresfrüchte, Maniok und Erdnüsse sind die Hauptzutaten. In Bissau gibt es einige Restaurants mit lokaler und internationaler Küche.
Typische Gerichte
- Jollof Rice: Reisgericht mit Tomaten, Zwiebeln, Chili und Gewürzen, oft mit Fisch oder Fleisch serviert.
- Caldo de Peixe: Würziger Fischeintopf mit Tomaten, Zwiebeln und Palmöl.
- Yassa: Gegrillter Fisch oder Huhn in Zwiebel-Zitronen-Marinade.
- Mancarra (Erdnusseintopf): Huhn oder Fisch in reichhaltiger Erdnusssauce, serviert mit Reis.
- Chabéu: Gericht aus Okra und getrocknetem Fisch.
- Frango Assado: Gegrilltes Hähnchen, oft in pikanter Sauce.
- Frischer Fisch und Meeresfrüchte: Gegrillter Zackenbarsch, Garnelen, Hummer (besonders auf den Bijagos-Inseln).
- Canja: Hühnersuppe mit Reis – portugiesischer Einfluss.
Getränke
- Bissap (Hibiskustee): Erfrischendes, rotes Getränk, oft mit Minze und Zucker.
- Gingembre (Ingwergetränk): Scharf und erfrischend.
- Palmenwein: Frisch gezapfter, leicht alkoholischer Saft von Palmen.
- Bier: Einheimische Biermarken wie "Arriche" und "Cuca" sind erhältlich.
- Wein: Portugiesische Weine sind in einigen Restaurants verfügbar.
- Kaffee: In Guinea-Bissau wird Kaffee angebaut – probieren Sie den lokalen Kaffee.
Weiterführende Links & Ressourcen
Offizielle Stellen & Reisehinweise
Auswärtiges Amt - Guinea-Bissau
Tourismus & Kultur
Transport & Mobilität
YouTube-Suchen zu Guinea-Bissau
Google Suche & Maps
Wichtige Hinweise für Reisende
- Visum: Visum bei Einreise am Flughafen Bissau möglich (80 EUR für 30 Tage). Vorab bei Botschaft in Brüssel beantragen empfohlen. Auswärtiges Amt
- Reisepass-Gültigkeit: Mindestens 6 Monate ab Einreise.
- Gelbfieberimpfung: Zwingend vorgeschrieben für alle Personen ab 12 Monaten. Auswärtiges Amt
- Sicherheitslage: Hohes Sicherheitsrisiko (Stufe 3) im ganzen Land. Von nicht notwendigen Reisen wird abgeraten. Putsch am 26. November 2025, Transitionsphase. BMEIA
- Grenzgebiet zu Senegal: Besondere Vorsicht in der Casamance-Region, nur asphaltierte Hauptstraßen nutzen, tagsüber reisen. Minengefahr. EDA
- Kriminalität: Hohe Kriminalität in Bissau (Taschendiebstahl, Handtaschenraub). Nachts nicht allein unterwegs sein. Auswärtiges Amt
- Bijagos-Inseln: Vorsicht vor organisiertem Drogenhandel. Eingeschränkte touristische Infrastruktur, unsicherer Fährverkehr. Auswärtiges Amt
- Malaria: Landesweit hohes Risiko – Mückenschutz und Prophylaxe obligatorisch. BMEIA
- Geld: Bargeld in Euro mitnehmen, Kreditkarten nur in größeren Hotels akzeptiert (nur Visa, keine Mastercard). Auswärtiges Amt
- Fotografierverbote: Keine Fotos von militärischen Anlagen, Soldaten, Polizisten, Präsidentenpalast, Hafen. Auswärtiges Amt
- Homosexualität: Homosexuelle Handlungen sind illegal. BMEIA
- Ausweispflicht: Reisepass oder Aufenthaltsgenehmigung immer bei sich tragen (Personenkontrollen). EDA
- Verkehrskontrollen (NEU): Seit Februar 2026 verstärkte Kontrollen. Fahrzeugzustand überprüfen (Verbandskasten, Feuerlöscher, Warndreieck, Beleuchtung). Hohe Strafen, Fahrzeugbeschlagnahmung möglich. Auswärtiges Amt
- Krankenversicherung: Umfassende Reisekrankenversicherung mit Rückholoption ist unerlässlich (medizinische Versorgung nicht EU-Standard). BMEIA
- Konsularische Hilfe: Deutsche Botschaft in Dakar zuständig. Eingeschränkte Hilfe vor Ort. Auswärtiges Amt