Reise-Notfall-Enzyklopädie www.reiseplanet.cc
20 Notfallszenarien · Warnsignale · Sofortmaßnahmen · Was man NICHT tun sollte · Prävention
1. Pass-/Ausweisverlust
Warnsignale / Erkennen
- Pass ist nicht mehr an seinem gewohnten Platz
- Tasche oder Rucksack wurde geöffnet oder beschädigt
- Verdächtige Personen in der Nähe bemerkt
- Hotelzimmer wurde durchsucht
- Ruhe bewahren – systematisch suchen (Taschen, Hotelzimmer, Safe)
- Verlust bei der örtlichen Polizei melden – Verlustanzeige/Diebstahlanzeige erstatten (wichtig für die Versicherung!)
- Botschaft oder Konsulat kontaktieren – Notfallpass/Reiseausweis beantragen
- Kopien des Passes bereithalten – beschleunigt die Ausstellung
- Fluggesellschaft informieren – falls der Rückflug betroffen ist
- Nicht ohne gültiges Dokument weiterreisen
- Nicht illegal über Grenzen gehen
- Nicht auf die Ausstellung eines neuen Passes verzichten
- Keinen gefälschten Pass kaufen
- Nicht in Panik verfallen – der Notfallpass ist meist schnell ausgestellt
- Digitalisierte Kopien des Passes in Cloud, E-Mail und auf dem Handy speichern
- Physische Kopien getrennt vom Original aufbewahren
- Pass im Hotelsafe aufbewahren, nicht täglich mitführen
- Geldgürtel oder Brustbeutel verwenden
- Passnummer und Ausstellungsdatum notieren
- Botschaft/Konsulat: Notfallnummer des Heimatlandes speichern
- Polizei: 112 (EU) / 911 (USA) / lokale Nummer
- Auswärtiges Amt: Notfall-Hotline des Heimatlandes
2. Diebstahl & Raub
Warnsignale / Risikosituationen
- Überfüllte Orte (Märkte, Bahnhöfe, öffentliche Verkehrsmittel)
- Ablenkungsmanöver (Rempelei, verschüttete Getränke, angebliche Hilfe)
- Unbeaufsichtigtes Gepäck
- Offene Taschen oder Rucksäcke
- Abgelegene Gegenden bei Nacht
- Bei Raub: Keine Gegenwehr leisten – Gesundheit geht vor Besitz!
- Polizei verständigen und Anzeige erstatten
- Kreditkarten sofort sperren lassen (zentrale Sperrnummer: 116 116)
- Pass/Reisedokumente ersetzen (siehe Notfall 1)
- Versicherung informieren – Schadensmeldung einreichen
- Zeugen notieren und Fotos vom Tatort machen
- Keine Gegenwehr bei bewaffnetem Raub
- Keine Verfolgung des Täters
- Keine Wertsachen sichtbar tragen
- Keine großen Bargeldmengen mitführen
- Nicht mit Fremden über Wertsachen sprechen
- Wertsachen verteilen – nicht alles an einem Ort
- Geldgürtel oder versteckte Taschen verwenden
- Anti-Diebstahl-Rucksäcke mit abschließbaren Reißverschlüssen
- Hotelsafe nutzen für Pass, Geld, Elektronik
- Nachts beleuchtete Wege wählen
- Lokale Verhältnisse beachten – nicht provozieren
3. Medizinischer Notfall
Warnsignale – Wann sofort handeln
- Starke Brustschmerzen, Atemnot, Bewusstlosigkeit
- Starke Blutungen, die nicht aufhören
- Plötzliche Lähmung oder Sprachstörungen (Schlaganfall)
- Schwere allergische Reaktion (Schwellung, Atemnot)
- Hohes Fieber mit Verwirrtheit
- Starke Schmerzen nach Unfall
- Notruf wählen – 112 (EU) / 911 (USA) / lokale Nummer
- Erste Hilfe leisten – stabile Seitenlage, Herzdruckmassage, Blutstillung
- Versicherung kontaktieren – 24h-Notfallhotline der Auslandskrankenversicherung
- Krankenhaus oder Klinik aufsuchen bzw. Krankenwagen rufen
- Medikamentenliste und Allergiepass bereithalten
- Angehörige informieren
- Keine Selbstdiagnose bei schweren Symptomen
- Nicht zögern, den Notruf zu wählen
- Keine unbekannten Medikamente einnehmen
- Nicht ohne Versicherungsschutz ins teure Privatkrankenhaus gehen
- Keine Sprachbarriere riskieren – Übersetzungs-App nutzen
- Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abschließen
- Notfallkarte mit Blutgruppe, Allergien, Medikamenten mitführen
- Reiseapotheke mit Grundmedikamenten zusammenstellen
- Lokale Notrufnummern vorab recherchieren
- Impfschutz vor Reiseantritt prüfen
- Notruf: 112 (EU-weit) / 911 (USA) / 999 (UK)
- Auslandskrankenversicherung: 24h-Hotline speichern
- Botschaft: Kann bei Krankenhaussuche helfen
4. Lebensmittelvergiftung
Warnsignale / Symptome
- Übelkeit und Erbrechen
- Durchfall (oft wässrig oder blutig)
- Bauchkrämpfe und -schmerzen
- Fieber und Schüttelfrost
- Schwäche und Dehydrierung
- Kopfschmerzen
- Viel trinken – Wasser, Elektrolytlösungen, Tee (bei starkem Durchfall Elektrolytpulver aus der Apotheke)
- Schonkost – Zwieback, Reis, Banane, geriebener Apfel
- Ruhe – Körper nicht überanstrengen
- Bei schweren Symptomen (blutiger Durchfall, hohes Fieber >39°C, starke Dehydrierung): Arzt oder Krankenhaus aufsuchen
- Medikamente – Elektrolyte, ggf. Aktivkohle, bei Bedarf ärztlich verschriebene Antibiotika
- Keine Milchprodukte, fettiges oder scharfes Essen
- Keinen Alkohol oder Kaffee
- Nicht einfach Durchfallmittel nehmen – der Körper scheidet die Erreger aus
- Keine Eiswürfel aus unsicherem Wasser
- Nicht ignorieren – schwere Fälle können lebensbedrohlich sein
- Nur abgekochtes oder abgefülltes Wasser trinken
- Eiswürfel vermeiden in Ländern mit unsicherem Wasser
- Obst schälen – „Cook it, boil it, peel it or forget it"
- Nur gut durchgegarte Speisen essen
- Hände regelmäßig waschen oder desinfizieren
- Straßenstände mit hoher Kundenfrequenz wählen
5. Verkehrsunfall
Warnsignale / Risikofaktoren
- Unbekannte Verkehrsregeln und -schilder
- Linksverkehr in einigen Ländern
- Schlechte Straßenverhältnisse
- Alkohol am Steuer (auch bei anderen Fahrern)
- Müdigkeit bei langen Fahrten
- Unfallstelle sichern – Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen
- Verletzte versorgen – Erste Hilfe leisten, Notruf wählen
- Polizei rufen – in vielen Ländern Pflicht bei Unfällen mit Personenschaden
- Unfallbericht ausfüllen – europäischer Unfallbericht (falls vorhanden)
- Fotos machen – Unfallstelle, Schäden, Kennzeichen
- Versicherung kontaktieren – Autoversicherung, Reiseversicherung
- Keine Schuldanerkennung unterschreiben – vor allem in fremder Sprache
- Keine Fahrerflucht begehen – das ist strafbar
- Keine Schuldanerkennung unterschreiben
- Kein Bargeld für Schäden zahlen ohne Beleg
- Nicht ohne Polizei den Unfallort verlassen (bei Personenschaden)
- Keine Aussagen machen, die man nicht versteht
- Verkehrsregeln des Ziellandes vorab studieren
- Vollkasko-Versicherung mit Auslandsschutz abschließen
- Internationaler Führerschein (falls erforderlich)
- Defensive Fahrweise – besonders in unbekannten Gebieten
- Kein Alkohol am Steuer – auch nicht in Maßen
- Mietwagen genau prüfen – Bremsen, Reifen, Lichter
6. Kofferverlust
Warnsignale / Risikosituationen
- Umsteigen mit kurzen Verbindungen
- Flugverspätungen und -streichungen
- Mehrere Fluggesellschaften auf einer Reise
- Internationale Flüge mit vielen Gepäckstücken
- Sofort am Gepäckband oder am Lost-and-Found-Schalter melden
- PIR-Report (Property Irregularity Report) ausfüllen lassen – wichtig für die Entschädigung!
- Referenznummer aufbewahren – für Online-Tracking und Nachfragen
- Kontaktdaten hinterlassen – Hoteladresse, Handynummer
- Notwendige Artikel kaufen – Toilettenartikel, Unterwäsche (Belege aufbewahren!)
- Versicherung informieren – Reisegepäckversicherung
- Nicht den Flughafen verlassen ohne Meldung
- Keine Belege für Ersatzkäufe wegwerfen
- Nicht aufgeben – viele Koffer tauchen innerhalb von 48 Stunden wieder auf
- Keine Wertsachen ins Aufgabegepäck packen
- Wichtige Dinge ins Handgepäck – Medikamente, Dokumente, Elektronik, Wechselwäsche
- Auffälligen Koffer verwenden – bunte Gurte, Aufkleber
- Kofferanhänger mit aktuellen Kontaktdaten
- Fotos vom Koffer machen – für die Identifizierung
- Direktflüge bevorzugen – weniger Umladungen
- AirTag oder GPS-Tracker in den Koffer legen
7. Flugausfall / -verspätung
Warnsignale / Risikosituationen
- Schlechte Wetterbedingungen (Sturm, Schnee, Nebel)
- Streiks (Piloten, Fluglotsen, Bodenpersonal)
- Technische Probleme
- Überbuchung
- Ferienzeiten und hohes Passagieraufkommen
- Am Schalter der Fluggesellschaft oder per Hotline informieren
- Alternativen prüfen – Umbuchung, andere Fluggesellschaft, Bahn/Bus
- Betreuungsleistungen einfordern – Mahlzeiten, Getränke, Hotel bei langer Verspätung
- Entschädigung beantragen – bis zu 600 € nach EU-Recht
- Alle Belege aufbewahren – Bordkarte, Buchungsbestätigung, Quittungen
- Versicherung informieren – Reiseversicherung
- Keine Ersatzleistungen akzeptieren, die man nicht versteht
- Nicht auf Entschädigung verzichten – sie steht einem zu
- Keine Belege wegwerfen
- Nicht einfach akzeptieren, wenn die Airline keine Hilfe anbietet
- Flexible Tickets buchen, wenn möglich
- Reiseversicherung mit Flugausfall-Deckung
- Frühe Flüge wählen – weniger Verspätungen am Morgen
- Direktflüge bevorzugen
- Zeitpuffer bei Umsteigen einplanen
8. Naturkatastrophe
Warnsignale / Vorzeichen
- Erdbeben: Tiere verhalten sich ungewöhnlich, Erdstöße
- Tsunami: Plötzlicher Wasserrückzug vom Strand, starkes Erdbeben
- Hurrikan: Wetterwarnungen, starker Wind, dunkle Wolken
- Vulkan: Rauch, Asche, Erschütterungen
- Überschwemmung: Starker Dauerregen, steigende Wasserpegel
- Lokale Warnungen ernst nehmen – Radio, TV, Warn-Apps, Lautsprecherdurchsagen
- Evakuierungsanweisungen befolgen – keine Zeit verlieren
- Bei Erdbeben: Unter stabilen Tisch, Türrahmen, weg von Fenstern
- Bei Tsunami: Sofort ins Landesinnere oder auf höheres Gelände fliehen
- Botschaft kontaktieren – Registrierung für Evakuierung
- Versicherung informieren
- Nicht am Strand bleiben bei Tsunamiwarnung
- Keine Fotos oder Videos machen – erst in Sicherheit bringen
- Nicht in Aufzüge steigen (bei Erdbeben/Brand)
- Nicht Panik verbreiten
- Nicht ohne Anweisung in Katastrophengebiete fahren
- Reisehinweise des Auswärtigen Amtes vor Abreise prüfen
- Wettervorhersagen verfolgen
- Notfallplan mit Treffpunkt und Fluchtweg erstellen
- Reiseversicherung mit Naturkatastrophen-Deckung
- Notfallset – Wasser, Essen, Taschenlampe, Powerbank, Erste-Hilfe
- Registrierung bei der Botschaft (z. B. ELEFAND in Deutschland)
9. Politische Unruhen
Warnsignale / Risikofaktoren
- Politische Spannungen vor der Reise (Nachrichten verfolgen)
- Demonstrationen und Menschenansammlungen
- Militärpräsenz und Straßensperren
- Ausgangssperren
- Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes
- Menschenansammlungen meiden – Demonstrationen, Kundgebungen
- Im Hotel bleiben bei akuten Unruhen
- Botschaft kontaktieren – Lagebericht und Evakuierungsmöglichkeiten
- Reisewarnungen beachten – ggf. Ausreise planen
- Familie informieren – Standort und Situation mitteilen
- Notfallgepäck bereithalten – Pass, Geld, Wasser, Medikamente
- Keine Demonstrationen fotografieren oder filmen
- Nicht politisch Stellung beziehen
- Keine riskanten Gebiete betreten
- Nicht auf Gerüchte hören – nur offizielle Informationen
- Keine Wertsachen sichtbar tragen
- Reisehinweise vor Abreise prüfen
- Reiseversicherung mit politischer Evakuierung
- Bei der Botschaft registrieren
- Lokale Nachrichten verfolgen
- Fluchtroute und Treffpunkt vorab planen
10. Kreditkartenverlust / -diebstahl
Warnsignale / Risikosituationen
- Unbefugte Abbuchungen auf dem Konto
- Karte nicht mehr im Portemonnaie
- Verdächtige Transaktionen (SMS-Benachrichtigung)
- Skimming an Geldautomaten
- Karte sofort sperren – zentrale Sperrnummer: 116 116 (weltweit)
- Bank kontaktieren – unberechtigte Abbuchungen melden
- Polizei informieren – Anzeige erstatten (für Versicherung)
- Ersatzkarte anfordern – oder alternative Zahlungsmittel nutzen
- Online-Banking prüfen – alle Transaktionen kontrollieren
- Bargeldreserve aktivieren
- Nicht zögern mit der Sperrung – jede Minute zählt
- Keine PIN irgendwo notieren
- Nicht alle Karten an einem Ort aufbewahren
- Keine Karte unbeaufsichtigt lassen
- Mehrere Zahlungsmittel mitnehmen – Kreditkarte, Debitkarte, Bargeld
- Sperrnummern vorab speichern
- Karten getrennt aufbewahren
- Bank über Reise informieren – sonst wird die Karte gesperrt
- Limits prüfen und ggf. anpassen
- Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay) einrichten
11. Schwere Erkrankung im Ausland
Warnsignale / Symptome
- Hohes Fieber >39°C (besonders in Malaria-Gebieten)
- Anhaltende Schmerzen, die nicht besser werden
- Starke Atemnot oder Brustschmerzen
- Bewusstseinsveränderungen
- Nicht aufhörbare Blutungen
- Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht)
- Arzt oder Krankenhaus aufsuchen – keine Selbstbehandlung
- Auslandskrankenversicherung kontaktieren – 24h-Hotline
- Dokumentation – alle Befunde und Rezepte sammeln
- Rücktransport prüfen – wenn medizinisch notwendig
- Angehörige informieren
- Medikamentenliste und Allergien bereithalten
- Nicht auf eigene Faust mit unbekannten Medikamenten behandeln
- Nicht die Symptome ignorieren und weiterreisen
- Keine Sprachbarriere riskieren – Übersetzungshilfe nutzen
- Nicht ohne Versicherungsabsprache teure Behandlungen zahlen
- Impfschutz und Malariaprophylaxe vor Abreise prüfen
- Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abschließen
- Reiseapotheke mit wichtigen Medikamenten
- Gesundheitscheck vor der Reise
- Lokale Gesundheitsrisiken recherchieren
12. Höhenkrankheit
Warnsignale / Symptome
- Kopfschmerzen (häufigstes Symptom)
- Übelkeit und Erbrechen
- Schwindel und Müdigkeit
- Appetitlosigkeit und Schlafstörungen
- Atemnot bei Belastung
- Verwirrtheit und Koordinationsstörungen (schwere Form)
- Aufhören mit dem Aufstieg – auf der aktuellen Höhe bleiben
- Viel trinken – Wasser, Tee (kein Alkohol)
- Ruhe – körperliche Anstrengung vermeiden
- Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen (Ibuprofen)
- Bei Verschlechterung: Abstieg! – mindestens 500–1.000 Höhenmeter
- Medikamente: Acetazolamid (Diamox) nach ärztlicher Anweisung
- Bei schweren Symptomen: Sofort Notruf, Sauerstoffgabe, Abstieg
- Nicht weiter aufsteigen bei Symptomen
- Keinen Alkohol trinken
- Nicht alleine aufsteigen
- Nicht die Symptome ignorieren – sie können lebensbedrohlich werden
- Keine Schlaftabletten einnehmen
- Langsamer Aufstieg – nicht mehr als 500–700 Höhenmeter pro Tag ab 2.500 m
- Akklimatisierungstage einplanen
- Viel trinken – mindestens 3–4 Liter pro Tag
- Leichte Kost essen
- Medikamentöse Prophylaxe (Acetazolamid) nach ärztlicher Beratung
- Gute Kondition vor der Reise aufbauen
13. Ertrinkungsgefahr
Warnsignale / Risikofaktoren
- Rote oder gelbe Flaggen am Strand
- Starke Wellen und Strömungen
- Rippströmungen (Rückströmungen ins Meer)
- Alkohol am Wasser
- Unbeaufsichtigte Kinder
- Unbekannte Gewässer
- Rettungsschwimmer alarmieren – Notruf wählen
- Bei Rippströmung: Nicht gegen die Strömung schwimmen – parallel zum Ufer schwimmen!
- Hilfsmittel zuwerfen – Rettungsring, Seil, Stock
- Nur mit Rettungsausbildung ins Wasser – sonst bringt man sich selbst in Gefahr
- Ertrinkenden beruhigen und von hinten greifen
- Nach Rettung: Erste Hilfe, stabile Seitenlage, ggf. Wiederbelebung
- Nicht selbst zum Helden werden – ohne Ausbildung nicht ins Wasser
- Nicht gegen die Rippströmung schwimmen
- Keinen Alkohol vor dem Schwimmen trinken
- Nicht alleine in unbekannten Gewässern schwimmen
- Kinder nie unbeaufsichtigt lassen
- Nur in bewachten Bereichen schwimmen
- Flaggenwarnungen beachten – rot = nicht schwimmen!
- Rippströmungen erkennen lernen
- Schwimmwesten für Kinder verwenden
- Kein Alkohol am Wasser
- Wassertiefe und Strömungen prüfen
14. Tierbiss / -stich
Warnsignale / Symptome
- Bisswunde oder Stichstelle sichtbar
- Starke Schmerzen, Schwellung, Rötung
- Übelkeit, Schwindel, Atemnot (nach Schlangenbiss)
- Allergische Reaktion (Quaddeln, Atemnot, Kreislaufprobleme)
- Taubheitsgefühl oder Kribbeln
- Fieber und Lymphknotenschwellung (bei Tollwut)
- Wunde reinigen – mit Wasser und Seife auswaschen
- Desinfizieren und steril abdecken
- Bei Schlangenbiss: Ruhigstellen, betroffene Extremität tiefer lagern, Notruf!
- Bei allergischer Reaktion: Antihistaminikum, ggf. EpiPen, Notruf
- Bei Tollwutverdacht: Sofort Arzt aufsuchen – Tollwutimpfung ist lebensrettend!
- Tier identifizieren – für die Behandlung wichtig
- Nicht die Wunde aussaugen oder aufschneiden
- Keine Aderpresse anlegen
- Nicht die betroffene Extremität bewegen (bei Schlangenbiss)
- Keine Hausmittel anwenden
- Nicht auf Tollwutimpfung verzichten – Tollwut ist fast immer tödlich!
- Keine wilden Tiere anfassen oder füttern
- Abstand zu streunenden Tieren halten
- Geschlossene Schuhe in Risikogebieten tragen
- Mückenschutz verwenden (Malaria, Dengue, Zika)
- Nicht ins hohe Gras greifen
- Tollwutimpfung für Risikogebiete in Betracht ziehen
- Erste-Hilfe-Set mit Desinfektionsmittel mitführen
15. Sonnenstich / Hitzschlag
Warnsignale / Symptome
- Sonnenstich: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, roter heißer Kopf
- Hitzschlag: Körpertemperatur >40°C, heiße trockene Haut
- Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen
- Kreislaufprobleme, Ohnmacht
- Krämpfe, schneller Puls
- Sofort in den Schatten oder in einen kühlen Raum bringen
- Körper kühlen – feuchte Tücher, Ventilator, kaltes Wasser
- Kopf hochlagern (bei Sonnenstich)
- Viel trinken – Wasser, Elektrolyte (kein Alkohol, kein Kaffee)
- Bei Hitzschlag: Notruf wählen – das ist ein lebensbedrohlicher Notfall!
- Enge Kleidung öffnen
- Nicht in der prallen Sonne bleiben
- Keinen Alkohol trinken – er dehydriert zusätzlich
- Nicht kalt duschen (zu schnelles Abkühlen belastet den Kreislauf)
- Nicht die Symptome ignorieren
- Keine körperliche Anstrengung fortsetzen
- Mittagssonne meiden (11–15 Uhr)
- Sonnenhut und leichte Kleidung tragen
- Ausreichend trinken – 2–3 Liter pro Tag
- Sonnenschutz mit hohem LSF verwenden
- Schattenpausen einplanen
- Kinder besonders schützen
16. Vermisste Person
Warnsignale / Risikosituationen
- Überfüllte Orte (Märkte, Bahnhöfe, Festivals)
- Orientierungslosigkeit bei Kindern oder Senioren
- Alkohol- oder Drogenkonsum
- Sprachbarrieren
- Unbekannte Umgebung
- Am letzten bekannten Ort suchen – laut rufen, umsehen
- Umstehende fragen – Passanten, Geschäfte, Personal
- Polizei verständigen – Vermisstenanzeige aufgeben
- Foto der vermissten Person bereithalten
- Botschaft informieren – besonders bei Kindern oder Senioren
- Hotels und Krankenhäuser kontaktieren
- Familie zu Hause informieren
- Nicht in Panik verfallen – ruhig und systematisch handeln
- Nicht zu lange alleine suchen – frühzeitig Polizei einschalten
- Keine Suchaktionen ohne lokale Hilfe starten
- Nicht aufhören zu suchen – auch nach Stunden nicht aufgeben
- Treffpunkt vereinbaren – falls man sich verliert
- Kinder mit Notfallarmband ausstatten (Name, Telefonnummer)
- Handy-Ortung aktivieren (Find My Friends, Google Maps)
- Fotos von allen Mitreisenden auf dem Handy haben
- Hoteladresse und -name aufschreiben und mitgeben
17. Festnahme / Verhaftung
Warnsignale / Risikosituationen
- Unkenntnis lokaler Gesetze
- Drogen- oder Alkoholkonsum (in manchen Ländern streng verboten)
- Verkehrsverstöße
- Fotografieren von militärischen Anlagen
- Politische Aktivitäten
- Ruhig und kooperativ bleiben – keine Gegenwehr
- Nach dem Grund der Festnahme fragen
- Botschaft kontaktieren – das ist Ihr wichtigstes Recht!
- Keine Aussagen ohne anwaltliche Vertretung machen
- Familie informieren
- Keine Dokumente unterschreiben, die man nicht versteht
- Keine Flucht versuchen
- Keine Aussagen ohne Anwalt machen
- Keine Bestechung versuchen
- Keine Dokumente unterschreiben, die man nicht versteht
- Nicht aggressiv oder respektlos werden
- Lokale Gesetze und Verbote vor Abreise recherchieren
- Keine Drogen – auch keine "weichen" Drogen
- Verkehrsregeln strikt beachten
- Nicht fotografieren wo es verboten ist (Militär, Flughäfen)
- Ausweispapiere immer mitführen
- Botschafts-Kontakte speichern
18. Hotelbrand
Warnsignale / Erkennen
- Feueralarm oder Rauchmelder
- Rauchgeruch oder sichtbarer Rauch
- Hitze an Türen
- Panik im Flur
- Stromausfall
- Feueralarm ernst nehmen – sofort handeln
- Tür prüfen – Handrücken an die Tür legen: Heiß? NICHT öffnen!
- Auf dem Boden kriechen – Rauch steigt nach oben
- Nassen Lappen vor Mund und Nase halten
- Notausgang benutzen – NICHT den Aufzug!
- Notruf wählen – 112 / 911 / lokale Nummer
- Andere Gäste warnen – an Türen klopfen
- NICHT den Aufzug benutzen
- Keine Zeit mit Packen verschwenden
- Nicht aufrecht durch den Rauch gehen
- Keine Fenster öffnen – Sauerstoff facht Feuer an
- Nicht in Panik verfallen
- Beim Check-in nach dem Notausgang fragen
- Fluchtweg vom Zimmer zum Notausgang einprägen
- Zimmer auf Rauchmelder prüfen
- Hotels mit moderner Brandschutztechnik bevorzugen
- Nicht im Bett rauchen
19. Terroranschlag
Warnsignale / Risikosituationen
- Schüsse, Explosionen, Schreie
- Menschen, die in Panik fliehen
- Verdächtige Personen oder Gegenstände
- Fahrzeuge, die in Menschenmengen rasen
- Polizei- und Rettungseinsätze
- RUN (Fliehen): Wenn möglich, sofort weglaufen – andere mitnehmen, aber nicht zögern
- HIDE (Verstecken): Wenn Flucht nicht möglich – verstecken, Tür verriegeln, Handy stumm schalten
- FIGHT (Kämpfen): Nur als letzte Option – mit allen Mitteln wehren
- Notruf wählen – wenn es sicher ist
- Anweisungen der Polizei befolgen
- Familie informieren – sobald man in Sicherheit ist
- Nicht stehen bleiben, um zu filmen oder zu fotografieren
- Nicht in Menschenmengen bleiben
- Keine falschen Informationen verbreiten
- Nicht die Polizei behindern
- Nicht mit unbekannten Gegenständen hantieren
- Reisehinweise beachten – Länder mit Terrorrisiko meiden
- Menschenansammlungen in Risikogebieten meiden
- Notausgänge und Fluchtwege in Gebäuden merken
- Reiseversicherung mit Terror-Deckung
- Notfallkontakte speichern
20. Pandemie / Epidemie
Warnsignale / Erkennen
- Offizielle Reisewarnungen und Gesundheitshinweise
- Krankheitssymptome (Fieber, Husten, Atemnot)
- Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen
- Maskenpflicht und Abstandsregeln
- Ausgangssperren
- Gesundheitshinweise beachten – WHO, RKI, lokale Behörden
- Hygieneregeln einhalten – Maske tragen, Hände waschen, Abstand halten
- Bei Symptomen: Arzt kontaktieren, Test durchführen, isolieren
- Botschaft kontaktieren – Informationen zu Ausreise und Rückholaktionen
- Versicherung informieren
- Flexible Rückreise planen – frühzeitig Flüge buchen
- Nicht in Panik verfallen – ruhig und informiert bleiben
- Keine Falschinformationen verbreiten
- Nicht ohne Schutz in Menschenmengen gehen
- Nicht Symptome ignorieren und weiterreisen
- Nicht auf Quarantäneregeln verzichten
- Impfschutz aktuell halten (inkl. COVID-19, Grippe)
- Reiseversicherung mit Pandemie-Deckung
- Flexible Buchungen mit kostenloser Stornierung
- Hygieneartikel mitführen – Masken, Desinfektionsmittel
- Gesundheitshinweise verfolgen – vor und während der Reise
- Notfallvorrat – Wasser, Lebensmittel, Medikamente
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Status: 2024 · Alle Angaben ohne Gewähr · Ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung
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